Kristallmagie – Verborgener Zauber dunkler Turmaline

Sonderausstellung vom 1. Februar 2018 – 30. April 2018

turmalin



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schon seit Jahrhunderten begeistern die bunten Turmalinvarianten wie Rubellit, Verdelith oder Indigolith mit ihren intensiven Farben als Sammlungsobjekte oder Schmucksteine. Erst vor wenigen Jahren wurde entdeckt, dass die sehr häufige, rein äußerlich pechschwarz erscheinende Turmalinart „Schörl“ auch bunt wird, wenn man sie nur dünn genug schleift. Und zudem findet man in diesen Kristallen oft wundervolle Feinstrukturen von bestechender Präzision und überraschender Farbbrillanz. Es ist jedes Mal ein magischer Akt, wenn eine schwarze Kristallscheibe beim Schleifen immer transparenter und farbiger wird und dann ihre einzigartige Struktur zu erkennen gibt.

Mit Hilfe der Mikrofotografie gelang es Dr. Paul Rustemeyer, die traumhaft schöne neue Welt der Kristallbilder einzufangen und mineralogisch zu interpretieren. Viele der neu entdeckten Strukturen erlauben wie eine Röntgenaufnahme Einblicke in das Innere der Turmalinkristalle und die zahlreichen, in ihnen gespeicherten kristallografischen Informationen.

Da Turmalinkristalle lehrbuchartig nahezu alle an Kristallen vorkommenden Erscheinungen zeigen, gibt die Ausstellung darüber hinaus einen Einblick in das Wesen der Kristalle ganz allgemein.

Die fantastischen Fotos machen die Ausstellung zu einer Augenweide. Sie verbinden künstlerischen Anspruch und Ästhetik mit wissenschaftlicher Aussage.

So wird in dieser Ausstellung ein Bogen gezogen von der geradezu meditativen Betrachtung einmaliger großformatiger Turmalinbilder bis hin zu neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen über das Wachstum der Kristalle.

Der Ausstellungsmacher Dr. Paul Rustemeyer ist Chemiker, von seiner Jugend an eifriger Mineraliensammler und -fotograf. Seit 35 Jahren vermittelt er mineralogisches Fachwissen auf allgemeinverständliche Art in Zeitschriften, Büchern und Vorträgen.


weitere Sonderausstellung:

Faszinierende Kristallwelt - Calcite aus der Sammlung Weißnegger